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Gisborne liegt an der östlichsten Spitze Neuseelands und ist somit die östlichste Weinanbauregion der Welt.
Hier begrüßen die Reben als erste auf der Welt jeden morgen das Sonnenlicht des neuen Tages. Obwohl die ersten Weinreben hier vor gerade mal 15 Jahren gepflanzt wurden, ist Gisborne nach Marlborough und Hawkes Bay Neuseelands drittgrößte Anbauregion. Dieser Landstrich ist eine ausgesprochene Weißweingegend, in der der Chardonnay-Anbau bei Weitem überwiegt. Daher wird Gisborne auch stolz als „the Chardonnay capital of New Zealand“ bezeichnet.
Das Wetter ist oftmals sehr launisch und von Oktober bis April führen hohe Niederschläge oft zu Problemen mit der frühen Reife, sodass sich die Qualität einzelner Jahrgänge recht stark unterscheiden kann. Besonders die Großen unter Neuseelands Weinherstellern, wie z.B. Montana, Corbans und Villa Maria, verfügen hier über große Weingüter und zahlreiche Vertragswinzer. Aber auch die wenigen lokalen Winzereien setzen Akzente, wie beispielsweise Millton Vineyard, Neuseelands renommiertestes ökologisches Weingut.
Übrigens:
In der Tradition der Maori soll der Halbgott Maui die gesamte Nordinsel Neuseelands aus dem Pazifischen Ozean gefischt haben. Das durch die gewaltige Landmasse der Insel gekenterte Kanu bildet heute den Mount Hikurangi, der als erstes „von den warmen Strahlen der aufgehenden Sonne geküsst wird".
Die Region Gisborne stellt den ersten Landeplatz von Europäern in Neuseeland dar. Bevor Captain Cook 1769 die Bay of Plenty erreichte, trafen seine Schiffe in der Gegend von Gisborne erstmals auf neuseeländisches Festland. Man fand hier jedoch weder Nahrung noch Wasser und segelte kurzerhand weiter nach Norden, nachdem man diese Gegend „Bay of Poverty", „Bucht der Armut", taufte.
Bekannte Weine der Region:
Chardonnay, Müller-Thurgau, Gewürztraminer
Weitere Anbaugebiete in dieser Region:
Ormond Valley, Tolaga Bay |