Sacred Hill
Im Jahr 1986 gründete die Mason Familie die Winery Sacred Hill in Neuseelands führender warmklimatischer Region, der Hawke’s Bay. Mehr als 30 Jahre waren die Masons dort bereits als Farmer bekannt. „Sacred Hill“ wurde nach dem nahe gelegenen Dorf „Dartmoor“ benannt, das die einheimischen Maori „Puketapu“ (= Heiliger Berg) nennen. David Mason hatte schon als Junge den Traum, eines Tages Wein machen zu können, den er sich zu Anfang in einer Holzhütte auf der Familienfarm erfüllt. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.
Alles begann mit einer eher überschaubaren Produktionsmenge von 350 Kisten im Jahr 1986. Seither legte Sacred Hill ein bemerkenswertes Wachstum an den Tag – auf 250.000 Kisten mit vorzugsweise Cabernet Sauvignon, Merlot, Chardonnay und natürlich Sauvignon Blanc. Damit zählt Sacred Hill zu den 20 größten Weingütern Neuseelands. Die Kellergebäude selbst findet man an der industriell geprägten Omahu Road in Hastings. Es ist eher funktionell und dient ausschließlich der Weinproduktion, Verwaltung und Logistik. Aber wenn man eine Führung durch den Betrieb macht, ist das mehr als interessant, denn hier sieht man einen perfekt organisierten, modernen Weinbetrieb auf höchstem Niveau.
Wer sich im Napier Information Centre den Wine Trail Guide organisiert hat, findet damit auch die etwas abgelegene Cellar Door in Puketapu: Ein geschmackvoller, rustikaler Weinladen an der menschenleeren und landschaftlich äußerst reizvollen, oberen Dartmoor Road, mitten in der Wildnis. Hier kann man all die einzigartigen Weine probieren und natürlich direkt mitnehmen.
Der atemberaubende Blick über das Dartmoor Tal und im Hintergrund die idyllischen Weinlagen machen die Sacred Hill Winery zu einem der beliebtesten Ziele für neuseeländische und internationale Gäste. Das Zusammenspiel der malerischen Natur mit den kulinarischen Köstlichkeiten macht einen Besuch an der Cellar Door zu einem einzigartigen Erlebnis. Ein typischer Kiwi würde hierher immer mit einer guten Picknickausrüstung kommen und sich später vielleicht vom „Dial-a-Driver“ abholen lassen – was wir auch empfehlen.
Wachstum geht bei Sacred Hill jedoch niemals auf Kosten der Qualität. Die Masons sind weit bekannt für die Leidenschaft, mit der sie die Qualität ihrer Weine überwachen. Das Gleiche gilt für Kellermeister Tony Bish, der selbst ein „Gewächs des Hauses“ ist, und mittlerweile zu den ganz namhaften seiner Zunft gehört. Er ist es auch, der den Ruf der Winery bemerkenswert prägt durch die alljährliche gleichermaßen hohe Qualität seiner exquisiten Weine.
Sacred Hill verfügt über ausgesprochen gute, klassische Hawke’s Bay Weine in seinem Portfolio, mittlerweile aber natürlich auch einen mit Goldmedaillen überhäuften Marlborough Sauvignon Blanc, nachdem man sich auch die obligatorischen Lagen auf der Südinsel zugelegt hat. Nahezu alle Weine der Top-Labels erhalten regelmäßig hohe nationale und internationale Auszeichnungen. Aber auch solche, für Neuseeland schon fast experimentell anmutende Weinkreationen, wie der Barrel Fermented Sauvage Sauvignon Blanc, sind erstklassig.
Sacred Hill ist auf jeden Fall eine der Wineries, die ein Weinfreund und Neuseelandbesucher auf seiner Liste ganz oben haben sollte. Als eine der wenigen größeren Hersteller wurde Sacred Hill von Robert Parker mit vier Sternen ausgezeichnet. In einer beeindruckenden Blindverkostung unter Leitung des Australiers James Halliday im Oktober 2008 verwies „Sacred Hills Helmsman Cabernet 2005“ als Drittplatzierter einige der großen Franzosen wie zum Beispiel Chateau Mouton-Rothschild auf die Plätze.
Der Riflemans Chardonnay gilt sogar bei vielen Experten und Genießern als der beste Weißwein
Neuseelands überhaupt. Mit dem Riflemans Vineyard verfügt Sacred Hill auch über eine der landschaftlich
schönsten Weinlagen des Landes. Wer die Möglichkeit hat, eine Vineyard-Führung zu machen, sollte das unbedingt nutzen und sich dafür genug Speicherplatz auf dem Kamerachip freihalten. |