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Unterschiedliche Sorten, unterschiedliche Wirkung

Welchen MGO-Wert Sie wählen sollten, hängt stark davon ab, welche Wirkung erzielt werden soll bzw. was Sie mit dem Honig bezwecken und welche Symptome Sie lindern möchten. Oder davon, wie viel Sie bereit sind, für den Honig auszugeben. Umso höher der MGO Wert, desto teurer der Manuka Honig. Je länger der Weg des Manuka Honigs zum Ort bzw. Körperteil Ihrer Beschwerde, desto höher sollte die Wirkstärke sein.

Wichtig: Man sollte nicht nach der Devise „Umso stärker, umso besser“ handeln! Der Manuka-Experte und Forscher Professor Henle von der Technischen Universität Dresden hat zur natürlichen Entstehung hoher MGO-Werte eine geteilte Meinung. Er schätzt die Wirkung von zu hochdosiertem Manuka-Honig auf den menschlichen Organismus kritisch ein, da er in verschiedenen Studien belegen konnte, dass das Methylglyoxal unter anderem die Schmerzempfindlichkeit erhöht. Bei einem Test an Mäusen bestätigte sich dies. Wählt man also einen Manuka-Honig mit hohem MGO-Gehalt zur innerlichen Anwendung, wird dazu geraten, ihn nur kurweise anzuwenden. Wird der hochkonzentrierte Honig nur äußerlich angewendet, kann die Anwendung auch über einen längeren Zeitraum erfolgen, da weniger Methylglyoxal in den Blutkreislauf gelangt.

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Wie verifiziere ich echten Manuka-Honig?

Inzwischen ist der heilende Manuka-Honig auch in Deutschland extrem begehrt, was zur Folge hat, dass sich immer mehr Fälschungen einschleichen – also wie verifiziere ich den Honig richtig? Die Produktionsmenge ist begrenzt, der Preis wird hoch gehandelt – immer mehr Betrüger bringen angeblich „echten“ Manuka-Honig auf den Markt, der für einen Laien schwer zu verifizieren ist. Laut sicherer Quellen können in Neuseeland jährlich ungefähr 1700 Tonnen Manuka-Honig produziert werden, jedoch werden mehr als 10.00 Tonnen weltweit verkauft. Umgerechnet enthält also nur jedes fünfte- bis sechste Glas echten Manuka-Honig. Augen auf!

Bei den Fälschungen handelt es sich schlichtweg um gewöhnlichen Honig, beziehungsweise um Honig minderer Qualität, in dem kein Methylglyoxal nachgewiesen werden kann. Bei einem echten Manuka-Honig sollte daher auf folgende vier Dinge geachtet werden:

  • Er ist mit den Qualitätszeichen MGO+® oder UMF® Dies sind geschützte Warenzeichen, anhand derer der Verbraucher den echten Honig von einer minderwertigen Fälschung unterscheiden kann. Diese Warenzeichen sind im Normalfall klar sichtbar auf der Vorderseite des Glases angebracht.
  • Der Honig muss von einem MGO+® oder UMF®-lizensierten Unternehmen in Neuseeland hergestellt worden sein.
  • Auf dem Etikett sollte sich der Name des neuseeländischen Unternehmens, sowie die Lizenznummer befinden.
  • Der MGO+® oder UMF®-Wert ist ebenfalls auf dem Etikett aufgedruckt, damit der Verbraucher gleichzeitig erkennen kann, wie hoch der Anteil an Methylglyoxal ist.

Gefälschter Manuka-Honig dagegen, wird oft als „activeplus“ oder „activ10“ gekennzeichnet und stammt oft nicht aus Neuseeland. Für den Verbraucher ist es schier unmöglich eine Fälschung nur anhand des Aussehens oder des Geschmacks zu erkennen. Lebensmitteltechniker sind in der Lage dem gefälschten Honig mit Hilfe einer HPLC-Untersuchungsmethode auf die Spur zu kommen, die extra für diesen Fall entwickelt wurde. Sie weist den MGO- oder UMF-Wert im Honig nach und misst diesen.

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Der Zusammenhang zwischen Methylglyoxal (MGO) und dem Unique Manuka Factor (MGO)

Kurz gesagt: Der MGO- oder UMF-Wert gibt Auskunft über die unterschiedlichen Qualitätsstufen des Honigs. Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, oder kurz MGO, entsteht erst bei der Trocknung des Honigs in den Honigwaben. Es wirkt heilend und tötet unter anderem die bekannten Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus ab. Der UMF-Wert, auch Unique Manuka Factor, stellt die neuseeländische Einstufung der Konzentration des MGO dar, ist also sozusagen das gleiche.

Um den Unique Manuka Factor (UMF) richtig bestimmen zu können, wird die antibakterielle und antivirale Wirkung des Manuka-Honigs mit der einer Phenollösung verglichen. Zwei Petrischalen werden mit den gleichen Bakterienkulturen aufgefüllt, anschließend wird jeweils eine Schale mit Manuka-Honig, die andere Schale mit der Phenollösung behandelt. Wird die Ausbreitung der Bakterien gehemmt, wird schnell ein deutlicher „Hemmhof“ um die Bakterienkultur sichtbar. Die Größe der beiden entstandenen Höfe wird abgemessen und verglichen. Allerdings ist die Methode oft ungenau – die Hofbildung der Bakterienkulturen kann ungleichmäßig sein. Durch mehrere Messungen erhält man aber einen brauchbaren Mittelwert. Beispielsweise hat eine zehnprozentige Phenollösung die gleiche Wirksamkeit wie ein Manuka-Honig mit UMF 10+. Eine genaue Abhängigkeit von UMF-und MGO-Wert ist zwar schier unmöglich zu berechnen, doch es gibt ungefähre Bezugswerte.

Der Zusammenhang zwischen Methylglyoxal (MGO) und dem Unique Manuka Factor (MGO)
UMF 5+ 10+ 15+ 20+ 25+
MGO ≥ 83 ≥ 263 ≥ 514 ≥ 829 1200

Generell gilt: Je höher der MGO- oder UMF-Wert, desto effektiver ist die Wirkung des Manuka-Honigs. Während handelsüblicher Honig einen MGO-Gehalt von nur ein- bis zwei Milligramm aufweist, muss echter Manuka-Honig einen deutlich höheren MGO-Gehalt aufweisen. Um Beschwerden zu lindern und den Honig im medizinischen Sinne anwenden zu können, sollte der Manuka-Honig mit einem Mindestwert von MGO 100 ausgezeichnet sein. Das entspricht einem MGO-Gehalt von circa 100 Milligramm.

Durch moderne Verfahren ist es inzwischen sogar möglich, einem minderwertigeren Qualitätshonig künstliches MGO zuzufügen. Allerdings ist die Wirkung des künstlichen Methylglyoxal weitaus geringer, als die des Natürlichen. Mit einem speziellen Messverfahren, welches an der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde, kann der Gehalt an natürlichem MGO genau nachgemessen werden – zum Schutz der Verbraucher.

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MGO- und UMF-Wert – Was bedeutet das?

Kurz gesagt: Der MGO- oder UMF-Wert gibt Auskunft über die unterschiedlichen Qualitätsstufen des Honigs. Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, oder kurz MGO, entsteht erst bei der Trocknung des Honigs in den Honigwaben. Es wirkt heilend und tötet unter anderem die bekannten Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus ab. Der UMF-Wert, auch Unique Manuka Factor, stellt die neuseeländische Einstufung der Konzentration des MGO dar, ist also sozusagen das gleiche.

Um den Unique Manuka Factor (UMF) richtig bestimmen zu können, wird die antibakterielle und antivirale Wirkung des Manuka-Honigs mit der einer Phenollösung verglichen. Zwei Petrischalen werden mit den gleichen Bakterienkulturen aufgefüllt, anschließend wird jeweils eine Schale mit Manuka-Honig, die andere Schale mit der Phenollösung behandelt. Wird die Ausbreitung der Bakterien gehemmt, wird schnell ein deutlicher „Hemmhof“ um die Bakterienkultur sichtbar. Die Größe der beiden entstandenen Höfe wird abgemessen und verglichen. Allerdings ist die Methode oft ungenau – die Hofbildung der Bakterienkulturen kann ungleichmäßig sein. Durch mehrere Messungen erhält man aber einen brauchbaren Mittelwert. Beispielsweise hat eine zehnprozentige Phenollösung die gleiche Wirksamkeit wie ein Manuka-Honig mit UMF 10+. Eine genaue Abhängigkeit von UMF-und MGO-Wert ist zwar schier unmöglich zu berechnen, doch es gibt ungefähre Bezugswerte.

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Der große Unterschied im Hinblick auf die Nährwerte

Der Manuka-Honig ist deshalb so gesund, da bereits der Nektar der Südseemyrthe über viele wertvolle Inhaltsstoffe verfügt und die Bienen den Honig zusätzlich mit verschiedenen Enzymen anreichern, was sich auf die Nährwerte auswirkt. Da sie dem Honig das Enzym Glucose-Oxydase hinzufügen, entsteht ein kleiner Anteil an Wasserstoffperoxid, der für die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Honigs verantwortlich ist. Dies ist auch bei gewöhnlichen Honigen der Fall.

Der bekanntlich süß schmeckende Manuka Honig enthält zu dem Zucker und gleichzeitig das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal. Methylglyoxal oder kurz MGO weist eine antibakterielle Wirkung im Honig auf und entsteht bei der „Trocknung“ des Honigs in den Honigwaben durch die Bienen. Dadurch erhält der Honig seine zähflüssige Form und macht gegen schädliche Erreger unempfindlicher, also haltbarer. Das ist insofern wichtig, da die Bienen den Honig naturgemäß für die Überwinterung ihres Bienenvolkes benötigen.

An der technischen Universität Dresden wurde die im Manuka Honig enthaltene Konzentration des MGO gemessen und dessen Wirkung auf Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus nachwiesen. Beide Erreger sind dafür bekannt, durch ungünstige Bedingungen lebensbedrohliche Erkrankungen auslösen zu können.

Zusätzlich zum wertvollen Methylglyoxal, kommen im Manuka-Honig Phenolcarbonsäuren in geringen Mengen dazu, die unter anderem für den außergewöhnlichen, aber dennoch sehr angenehmen, Geschmack des Honigs zuständig sind und Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) vor. Des Weiteren enthält er verschiedene Mineralien, wie

  • Magnesium,
  • Kalium
  • Kalzium
  • sowie Vitamine
  • die bereits genannten Enzyme (Glucose-Oxydase)
  • und Fruchtsäuren.

Manuka Honig enthält noch eine Vielzahl von weiteren Inhaltsstoffen, die bis dato unerforscht sind. Für die Wissenschaft ist speziell der Manuka Honig von Bedeutung, da dieser eine wesentlich höhere Konzentration an antiseptischen und antibakteriellen Inhaltsstoffen aufweist, als andere Honigsorten.

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Gewöhnlicher Honig vs. Manuka-Honig – was ist das Besondere?

Honig im Allgemeinen ist schon seit der Antike als natürliches Heilmittel bekannt, da laut der griechischen Mythologie die Götter dem Honig ihre Unsterblichkeit verdankten, doch was ist das besondere am Manuka-Honig? Hippokrates, der Arzt der Antike, verschrieb ihn bereits damals zur schnelleren Wundheilung und gegen Fieber und schon Kleopatra soll auf Beauty-Bäder mit Honig und Milch geschworen haben.

Gewöhnliche Honige wirken durch das Wasserstoffperoxid, welches sie enthalten. Die Flüssigverbindung entsteht, da die Bienen den Nektar mit dem Enzym Glucose-Oxidase bereichern. Durch die Glucose-Oxidase entsteht aus einem Teil des enthaltenen Zuckers die Flüssigverbindung Wasserstoffperoxid und der Honig enthält eine leichte antiseptische Wirkung.

Der Manuka-Honig enthält auch einen kleinen Anteil an Wasserstoffperoxid. Doch im Gegenteil zum gewöhnlichen Honig, kommt im neuseeländischen Wunderhonig ein hoher Anteil an Methylglyoxal (MGO) dazu, welches zu den nicht-peroxidischen Zuckerabbauprodukten gehört. Das Methylglyoxal entsteht durch die Dehydration des Nektars in der Wabe, die durch unterschiedliche Anionen ausgelöst wird – genauer gesagt wird der bereits enthaltene Stoff Dihydroxyaceton (DHA) dehydriert.

Zwar ist es noch nicht endgültig geklärt, wie sich die einzelnen Inhaltsstoffe des Manuka-Honigs auf unterschiedliche Viren und Bakterien auswirken, doch laut der wichtigsten Studien ist bewiesen, dass das enthaltene Methylglyoxal hauptverantwortlich für die antibakterielle und antivirale Wirkung ist. Laut verschiedener Studien, die von Professor Thomas Henle an der Universität Dresden durchgeführt wurden, stehen zwei Theorien im Raum:

  1. Das Methylglyoxal reagiert mit Eiweißstoffen, die in den Zellwänden der Bakterien enthalten sind und zerstört diese damit.
  2. Das Methylglyoxal blockiert den Stoffwechsel der Bakterien und Viren so stark, dass diese absterben.

Durch diese Studien wurde außerdem ein großer Vorteil aufgedeckt, den das Methylglyoxal zu gewöhnlichen Medikamenten und Antibiotika hat: Die Bakterien und Viren konnten gegenüber dem Methylglyoxal keine Resistenz bilden, sie wurden auch bei einer längeren Anwendung des Manuka-Honigs nicht immun. Bei Antibiotika dagegen, stellt sich schnell eine Resistenz ein, sobald dieses regelmäßig angewendet wird.

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Herkunft: die Geschichte des Manuka-Honigs

Der beliebte Honig wird aus der Südseemyrthe, in der Sprache der Maori „Manuka“, gewonnen und findet seine Herkunft in Neuseeland. Diese wächst ausschließlich in Neuseeland und in kleinen Teilen Australiens, besonders in den alpineren Regionen. Die Gegenden um Wairarapa und Tairawhiti sind besonders beliebte Anbaugebiete, da sie der Pflanze ideale Lebensbedingungen bieten. Dem Manuka-Strauch gefällt besonders gut gewässerter Boden, trotzdem ist er auch oft auf Geröllfeldern und trockenen Hängen, sowie Hügelkuppen zu finden.

Die Geschichte des Wunderhonigs beginnt bereits im Laufe des 17. Jahrhunderts, als die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, damit begannen, die Blätter, Rinde und den Honig des Manuka-Strauchs als wundheilendes und desinfizierendes Mittel zu verwenden. Kapitän James Cook berührte im Jahre 1762 erstmals neuseeländischen Boden und lernte kurz darauf von den Maori die zahlreichen Vorteile der Manuka-Pflanze kennen. Neben dem wertvollen Honig, waren für die Maori besonders die Blätter und Samen der Pflanze beliebt, da sie diese für Wundauflagen, bei Insektenstichen und Entzündungen nutzten.

Im 18. Jahrhundert beobachtete der Botaniker Joseph Banks, wie die Maori die heilende Kraft des Manuka-Strauchs nutzten. Sie bereiteten einen Sud zu, der zur Heilung unterschiedlichster Krankheiten angewendet wurde. Vor allem zur Bekämpfung von Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Erkältungen und Harnwegsinfektionen war der Manuka-Sud die erste Wahl. Der berühmte Botaniker gab der Südseemyrthe den Beinamen „Tea Tree“, auf Deutsch „Teebaum“, der Vorfahre des australischen Teebaumes war geboren.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, um 1930, wendete sich das Blatt. Die Pakeha, die ersten Europäer, die Neuseeland besiedelten, verpönten die heilende Pflanze und den Honig. Sie waren klassischen Honig gewöhnt, weshalb sie der Geschmack des Manuka-Honigs irritierte. Kurz darauf beschlossen sie sogar, die wertvollen Manuka-Sträucher zu verbrennen, in der Hoffnung, dass die Bienen schmackhaftere Honigsorten sammeln. Der Manuka-Honig wurde von den Pakeha als minderwertiger Honig eingestuft und aus diesem Grund an die Kühe verfüttert. Erst als die weißen Siedler daraufhin merkten, dass diese Kühe viel gesünder sind als Kühe, die nicht mit Manuka-Honig gefüttert wurden, wurden sie auf die heilenden Eigenschaften des Manuka-Strauchs aufmerksam.

Während der Siebziger-und Achtziger-Jahre, war Kerry Simpson der Leiter des naturwissenschaftlichen Colleges im neuseeländischen Otorohanga. Er bekam mit, dass Dr. Molan, ein bekannter Wissenschaftler der neuseeländischen Waikato Universität, daran arbeitete, natürliche und gleichzeitig antibakterielle Substanzen zu erforschen. Da Simpson bewusst war, dass die Maori den Manuka-Honig als Naturheilmittel nutzten, gab er Dr. Molan den wertvollen Tipp, den Manuka-Honig genauer unter die Lupe zu nehmen.

1982 entdeckte Dr. Molan schließlich die non-peroxid-Aktivität des Manuka-Honigs, die er später Unique Manuka Factor (UMF) nannte.

Erst 24 Jahre später, im Jahr 2006, fand ein Forschungsteam um Professor Thomas Henle der Universität Dresden heraus, dass es sich bei der verantwortlichen Substanz um Methylglyoxal (MGO) handelt.