Der Zusammenhang zwischen Methylglyoxal (MGO) und dem Unique Manuka Factor (MGO)

Kurz gesagt: Der MGO- oder UMF-Wert gibt Auskunft über die unterschiedlichen Qualitätsstufen des Honigs. Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, oder kurz MGO, entsteht erst bei der Trocknung des Honigs in den Honigwaben. Es wirkt heilend und tötet unter anderem die bekannten Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus ab. Der UMF-Wert, auch Unique Manuka Factor, stellt die neuseeländische Einstufung der Konzentration des MGO dar, ist also sozusagen das gleiche.

Um den Unique Manuka Factor (UMF) richtig bestimmen zu können, wird die antibakterielle und antivirale Wirkung des Manuka-Honigs mit der einer Phenollösung verglichen. Zwei Petrischalen werden mit den gleichen Bakterienkulturen aufgefüllt, anschließend wird jeweils eine Schale mit Manuka-Honig, die andere Schale mit der Phenollösung behandelt. Wird die Ausbreitung der Bakterien gehemmt, wird schnell ein deutlicher „Hemmhof“ um die Bakterienkultur sichtbar. Die Größe der beiden entstandenen Höfe wird abgemessen und verglichen. Allerdings ist die Methode oft ungenau – die Hofbildung der Bakterienkulturen kann ungleichmäßig sein. Durch mehrere Messungen erhält man aber einen brauchbaren Mittelwert. Beispielsweise hat eine zehnprozentige Phenollösung die gleiche Wirksamkeit wie ein Manuka-Honig mit UMF 10+. Eine genaue Abhängigkeit von UMF-und MGO-Wert ist zwar schier unmöglich zu berechnen, doch es gibt ungefähre Bezugswerte.

Der Zusammenhang zwischen Methylglyoxal (MGO) und dem Unique Manuka Factor (MGO)
UMF 5+ 10+ 15+ 20+ 25+
MGO ≥ 83 ≥ 263 ≥ 514 ≥ 829 1200

Generell gilt: Je höher der MGO- oder UMF-Wert, desto effektiver ist die Wirkung des Manuka-Honigs. Während handelsüblicher Honig einen MGO-Gehalt von nur ein- bis zwei Milligramm aufweist, muss echter Manuka-Honig einen deutlich höheren MGO-Gehalt aufweisen. Um Beschwerden zu lindern und den Honig im medizinischen Sinne anwenden zu können, sollte der Manuka-Honig mit einem Mindestwert von MGO 100 ausgezeichnet sein. Das entspricht einem MGO-Gehalt von circa 100 Milligramm.

Durch moderne Verfahren ist es inzwischen sogar möglich, einem minderwertigeren Qualitätshonig künstliches MGO zuzufügen. Allerdings ist die Wirkung des künstlichen Methylglyoxal weitaus geringer, als die des Natürlichen. Mit einem speziellen Messverfahren, welches an der Technischen Universität Dresden entwickelt wurde, kann der Gehalt an natürlichem MGO genau nachgemessen werden – zum Schutz der Verbraucher.

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