Gewöhnlicher Honig vs. Manuka-Honig – was ist das Besondere?

Honig im Allgemeinen ist schon seit der Antike als natürliches Heilmittel bekannt, da laut der griechischen Mythologie die Götter dem Honig ihre Unsterblichkeit verdankten, doch was ist das besondere am Manuka-Honig? Hippokrates, der Arzt der Antike, verschrieb ihn bereits damals zur schnelleren Wundheilung und gegen Fieber und schon Kleopatra soll auf Beauty-Bäder mit Honig und Milch geschworen haben.

Gewöhnliche Honige wirken durch das Wasserstoffperoxid, welches sie enthalten. Die Flüssigverbindung entsteht, da die Bienen den Nektar mit dem Enzym Glucose-Oxidase bereichern. Durch die Glucose-Oxidase entsteht aus einem Teil des enthaltenen Zuckers die Flüssigverbindung Wasserstoffperoxid und der Honig enthält eine leichte antiseptische Wirkung.

Der Manuka-Honig enthält auch einen kleinen Anteil an Wasserstoffperoxid. Doch im Gegenteil zum gewöhnlichen Honig, kommt im neuseeländischen Wunderhonig ein hoher Anteil an Methylglyoxal (MGO) dazu, welches zu den nicht-peroxidischen Zuckerabbauprodukten gehört. Das Methylglyoxal entsteht durch die Dehydration des Nektars in der Wabe, die durch unterschiedliche Anionen ausgelöst wird – genauer gesagt wird der bereits enthaltene Stoff Dihydroxyaceton (DHA) dehydriert.

Zwar ist es noch nicht endgültig geklärt, wie sich die einzelnen Inhaltsstoffe des Manuka-Honigs auf unterschiedliche Viren und Bakterien auswirken, doch laut der wichtigsten Studien ist bewiesen, dass das enthaltene Methylglyoxal hauptverantwortlich für die antibakterielle und antivirale Wirkung ist. Laut verschiedener Studien, die von Professor Thomas Henle an der Universität Dresden durchgeführt wurden, stehen zwei Theorien im Raum:

  1. Das Methylglyoxal reagiert mit Eiweißstoffen, die in den Zellwänden der Bakterien enthalten sind und zerstört diese damit.
  2. Das Methylglyoxal blockiert den Stoffwechsel der Bakterien und Viren so stark, dass diese absterben.

Durch diese Studien wurde außerdem ein großer Vorteil aufgedeckt, den das Methylglyoxal zu gewöhnlichen Medikamenten und Antibiotika hat: Die Bakterien und Viren konnten gegenüber dem Methylglyoxal keine Resistenz bilden, sie wurden auch bei einer längeren Anwendung des Manuka-Honigs nicht immun. Bei Antibiotika dagegen, stellt sich schnell eine Resistenz ein, sobald dieses regelmäßig angewendet wird.

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