Herkunft: die Geschichte des Manuka-Honigs

Der beliebte Honig wird aus der Südseemyrthe, in der Sprache der Maori „Manuka“, gewonnen und findet seine Herkunft in Neuseeland. Diese wächst ausschließlich in Neuseeland und in kleinen Teilen Australiens, besonders in den alpineren Regionen. Die Gegenden um Wairarapa und Tairawhiti sind besonders beliebte Anbaugebiete, da sie der Pflanze ideale Lebensbedingungen bieten. Dem Manuka-Strauch gefällt besonders gut gewässerter Boden, trotzdem ist er auch oft auf Geröllfeldern und trockenen Hängen, sowie Hügelkuppen zu finden.

Die Geschichte des Wunderhonigs beginnt bereits im Laufe des 17. Jahrhunderts, als die Ureinwohner Neuseelands, die Maori, damit begannen, die Blätter, Rinde und den Honig des Manuka-Strauchs als wundheilendes und desinfizierendes Mittel zu verwenden. Kapitän James Cook berührte im Jahre 1762 erstmals neuseeländischen Boden und lernte kurz darauf von den Maori die zahlreichen Vorteile der Manuka-Pflanze kennen. Neben dem wertvollen Honig, waren für die Maori besonders die Blätter und Samen der Pflanze beliebt, da sie diese für Wundauflagen, bei Insektenstichen und Entzündungen nutzten.

Im 18. Jahrhundert beobachtete der Botaniker Joseph Banks, wie die Maori die heilende Kraft des Manuka-Strauchs nutzten. Sie bereiteten einen Sud zu, der zur Heilung unterschiedlichster Krankheiten angewendet wurde. Vor allem zur Bekämpfung von Atemwegserkrankungen, Verdauungsbeschwerden, Erkältungen und Harnwegsinfektionen war der Manuka-Sud die erste Wahl. Der berühmte Botaniker gab der Südseemyrthe den Beinamen „Tea Tree“, auf Deutsch „Teebaum“, der Vorfahre des australischen Teebaumes war geboren.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, um 1930, wendete sich das Blatt. Die Pakeha, die ersten Europäer, die Neuseeland besiedelten, verpönten die heilende Pflanze und den Honig. Sie waren klassischen Honig gewöhnt, weshalb sie der Geschmack des Manuka-Honigs irritierte. Kurz darauf beschlossen sie sogar, die wertvollen Manuka-Sträucher zu verbrennen, in der Hoffnung, dass die Bienen schmackhaftere Honigsorten sammeln. Der Manuka-Honig wurde von den Pakeha als minderwertiger Honig eingestuft und aus diesem Grund an die Kühe verfüttert. Erst als die weißen Siedler daraufhin merkten, dass diese Kühe viel gesünder sind als Kühe, die nicht mit Manuka-Honig gefüttert wurden, wurden sie auf die heilenden Eigenschaften des Manuka-Strauchs aufmerksam.

Während der Siebziger-und Achtziger-Jahre, war Kerry Simpson der Leiter des naturwissenschaftlichen Colleges im neuseeländischen Otorohanga. Er bekam mit, dass Dr. Molan, ein bekannter Wissenschaftler der neuseeländischen Waikato Universität, daran arbeitete, natürliche und gleichzeitig antibakterielle Substanzen zu erforschen. Da Simpson bewusst war, dass die Maori den Manuka-Honig als Naturheilmittel nutzten, gab er Dr. Molan den wertvollen Tipp, den Manuka-Honig genauer unter die Lupe zu nehmen.

1982 entdeckte Dr. Molan schließlich die non-peroxid-Aktivität des Manuka-Honigs, die er später Unique Manuka Factor (UMF) nannte.

Erst 24 Jahre später, im Jahr 2006, fand ein Forschungsteam um Professor Thomas Henle der Universität Dresden heraus, dass es sich bei der verantwortlichen Substanz um Methylglyoxal (MGO) handelt.

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