MGO- und UMF-Wert – Was bedeutet das?

Kurz gesagt: Der MGO- oder UMF-Wert gibt Auskunft über die unterschiedlichen Qualitätsstufen des Honigs. Das Zuckerabbauprodukt Methylglyoxal, oder kurz MGO, entsteht erst bei der Trocknung des Honigs in den Honigwaben. Es wirkt heilend und tötet unter anderem die bekannten Erreger Escheria coli und Staphylococcus aureus ab. Der UMF-Wert, auch Unique Manuka Factor, stellt die neuseeländische Einstufung der Konzentration des MGO dar, ist also sozusagen das gleiche.

Um den Unique Manuka Factor (UMF) richtig bestimmen zu können, wird die antibakterielle und antivirale Wirkung des Manuka-Honigs mit der einer Phenollösung verglichen. Zwei Petrischalen werden mit den gleichen Bakterienkulturen aufgefüllt, anschließend wird jeweils eine Schale mit Manuka-Honig, die andere Schale mit der Phenollösung behandelt. Wird die Ausbreitung der Bakterien gehemmt, wird schnell ein deutlicher „Hemmhof“ um die Bakterienkultur sichtbar. Die Größe der beiden entstandenen Höfe wird abgemessen und verglichen. Allerdings ist die Methode oft ungenau – die Hofbildung der Bakterienkulturen kann ungleichmäßig sein. Durch mehrere Messungen erhält man aber einen brauchbaren Mittelwert. Beispielsweise hat eine zehnprozentige Phenollösung die gleiche Wirksamkeit wie ein Manuka-Honig mit UMF 10+. Eine genaue Abhängigkeit von UMF-und MGO-Wert ist zwar schier unmöglich zu berechnen, doch es gibt ungefähre Bezugswerte.

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